Fleischklopfer
Weichklopfen mit dem Fleischklopfer
Es gibt bekanntlich die Redewendung, dass jemand weich geklopft werden soll. Damit will man nichts anderes sagen, als dass versucht wird, den Willen einer anderen Person zu brechen, um sie dazu zu bewegen, etwas zu tun, gegen das sie sich zunächst noch sträubt.
Ähnlich ist es bei der Tätigkeit, aus der diese Redewendung abgeleitet ist. Weichgeklopft wird Fleisch, und zwar dann, wenn es aufgrund seiner physikalischen Zusammensetzung zu zäh für den Verzehr ist, also vorwiegend aus Bindegewebe besteht. Für solches Gewebe wird bevorzugt der Fleischklopfer mit einer gezackten Unterseite verwendet. Durch das Klopfen des Fleisches mit den Zacken wird das zähe Bindegewebe zerstört und gleichzeitig ein intensiverer Fleischgeschmack freigesetzt. Das Ergebnis ist ein dünnes und breites Fleischstück, das beim Braten angenehm zart wird. Das Fleisch wird also durch das Klopfen regelrecht mürbe gemacht, ebenfalls ein Ausdruck, der als Redewendung gerne übertragen wird.
Der Fleischklopfer kann aber auch einfach nur dazu dienen, Fleischscheiben, die an sich schon zart sind, dünner und breiter zu klopfen. Zu diesem Zweck wird ein Fleischklopfer mit einer glatten Unterseite verwendet und damit nur einige Male auf das Fleisch geschlagen. Dünneres Fleisch ist zum Beispiel dann gefragt, wenn es anschließend zu einer Roulade gerollt, aber auch, wenn es nur sehr kurz gebraten werden soll.
Im Gegensatz zum Fleischhammer, der tatsächlich die Form eines Hammers hat, ist der Fleischklopfer eine flache, rechteckige Metallscheibe mit einem nach oben gebogenen Handgriff, der aus Holz oder ebenfalls aus Metall besteht. Durch diese Form eignet sich der Fleischklopfer besonders gut zum Plattinieren des Fleischs, so lautet der Fachbegriff für das Breitklopfen. Moderne Formen werden aus Edelstahl hergestellt und haben gelegentlich abweichende Formen, wie zum Beispiel eine runde Metallscheibe mit einem mittig darauf angebrachten Stiel.
