Fleischhammer

Fleischhammer macht Schnitzel platt

Wer kennt nicht den Ärger, wenn die Schnitzel beim Braten einfach nicht weich werden wollen, man sich alle Mühe gibt und dennoch am Ende ein zähes Stück Fleisch auf dem Teller hat? Von der Mutter oder Großmutter weiß man doch aber noch, dass Schnitzel und häufig auch Koteletts vor dem Braten mit dem Fleischhammer geschlagen wurden.

Plattinieren nennt man die Tätigkeit, die heute nur noch selten mit dem Fleischhammer ausgeführt wird. Genau genommen wird das Fleisch dabei so lange mit dem Fleischhammer geklopft, bis es dünn und zart ist. Durch das Schlagen von Koteletts oder Schnitzeln werden die Fleischfasern zerrissen, was dazu führt, dass der Fleischgeschmack sich besser entfalten kann und das Fleisch zart wird. Gleichzeitig wird das Fleisch dünn und kann somit zu Rouladen oder anderen Formen weiter verarbeitet werden oder lässt sich einfach nur schnell garen. Dabei muss aber auch darauf geachtet werden, dass das Fleisch nicht zu kraftvoll geschlagen wird, weil es dann ganz zerreißen könnte.

Fleischhammer bestanden ursprünglich aus Holz. An einem langen Holzstiel befand sich ein hölzerner Hammerkopf, der auf der einen Seite gezackt war und auf der anderen meistens glatt. Da die Verwendung von Holz in der Küche hygienisch nicht immer ganz unbedenklich ist, ging man dazu über, dass sowohl der Griff, als auch der Hammerkopf der Fleischhammer aus Aluminium oder Edelstahl hergestellt wurde. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Hammerkopf ausreichend schwer ist, um die Arbeit so gut wie möglich zu erleichtern. Ein qualitativ hochwertiger Fleischhammer ist aus einem Teil gefertigt.