Espressokanne

Espressokanne - Für den kleinen schwarzen Muntermacher

Der Espresso ist aus dem italienischen Alltag nicht mehr wegzudenken. An jeder Ecke besteht die Möglichkeit, in einer Bar oder kleinen Caffeteria mal eben schnell den kleinen schwarzen Muntermacher zu trinken. Anders als in Deutschland, wo der Kaffee zum Frühstück und am Nachmittag gemütlich genossen wird, oder für manche zum dauerhaften Begleiter durch den Tag geworden ist, wird er in Italien schnell mal zwischendurch getrunken, und zwar bevorzugt am Nachmittag oder nach dem Essen. Seit einigen Jahren ist es auch über die Grenzen Italiens hinaus en vogue, den kleinen Kaffee zu genießen. In vielen Haushalten gehört daher inzwischen auch in Deutschland die kleine, silberne Espressokanne zum Alltag.

Eine Espressokanne ist genau genommen eine Steigrohrmaschine und aufgrund des geringen Drucks, der beim Kochen erzeugt wird, nicht zur Herstellung von Espresso geeignet, sondern von Mokka. Von einem echten Espresso kann daher erst gesprochen werden, wenn er mit einem Druck von mehr als sechs Bar und der typischen Crema hergestellt wird, wie in den großen Espressomaschinen. Die Espressokanne wird daher nur in Deutschland unter dieser Bezeichnung geführt und heißt in anderen Ländern Mokkamaschine.

Die Espressokanne besteht aus zwei Teilen, dem Kessel im unteren Bereich und der Kanne im oberen. Dazwischen befindet sich ein Trichtereinsatz mit einem Sieb für das Kaffeepulver. In das Unterteil wird Wasser eingefüllt, in den Trichtereinsatz das Kaffeemehl. Anschließend wird die Espressomaschine geschlossen und auf den Herd gestellt, um das Wasser zu erhitzen. Sobald das Wasser kocht, entsteht der für diese Zubereitungsart notwendige Überdruck. In einem offenen Kochtopf würde das Wasser nun überkochen. In diesem geschlossenen System aber wird es durch den Trichtereinsatz mit dem Kaffeemehl nach oben gedrückt bis in ein Steigrohr, das bis in den oberen Bereich der Kanne reicht. Aus dem Steigrohr läuft der fertige Kaffee von oben in die Kanne hinein.