Einkochtopf
Obst und Gemüse aus dem Einkochtopf
Kaum eine Tätigkeit ist so eng mit dem Namen eines Herstellers für das notwendige Zubehör verbunden, wie das Einkochen. Die Firma Weck ist der hauptsächliche Hersteller von Einkochgläsern, den dazugehörigen Gummis, Spangen und natürlich stammt auch der Einkochtopf aus dem Hause Weck. Das führte während der Hochphase des Einkochens vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre dazu, dass man das Einkochen auch als Einwecken bezeichnete, ein Begriff, der sich bis in die heutige Zeit durchgesetzt hat.
Das Haltbarmachen von Lebensmitteln durch Erhitzen in einem keimfreien, luftdichten Behälter wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt und durch Napoleon Bonaparte gefördert, der haltbare Lebensmittel für seine Soldaten benötigte. Als Einkochtopf dienten zunächst vor allem Kupfergefäße. Nur wenig später wurden die Entwicklungen verfeinert und große emaillierte Töpfe wurden für das Einkochen verwendet. Sie mussten groß genug sein, um mehrere Einkochgläser aufnehmen zu können, die sich während des Kochvorganges nicht berühren durften. Ein Einkochtopf hat daher ein Fassungsvermögen von zwanzig bis dreißig Litern. Auf den Boden des Topfes wurde ein rundes Gestell mit Löchern im Boden und einem Stiel in der Mitte gestellt, der sogenannte Glasheber. Darauf kamen die gefüllten Einkochgläser und konnten mit Hilfe des Griffs am Stiel leicht herein- und herausgehoben werden. Auf diese Art standen die Gläser nicht direkt auf der Kochplatte, sondern im Wasserbad, da das Wasser durch die Löcher im Boden des Gestells nach oben dringen konnte. Der Deckel des Einkochtopfs hatte in der Mitte ein Loch, durch das ein Stabthermometer gesteckt werden konnte, um die Kochtemperatur beobachten zu können.
Der Moderne Einkochtopf sieht dem ursprünglichen zwar in der Form noch ähnlich, wirkt aber wesentlich eleganter und funktioniert vor allem elektrisch. Der Haupthersteller des Automatik-Einkochtopfs ist immer noch die Firma Weck. Dieses Gerät kann parallel auch als Entsafter verwendet werden.
