Dampfkochtopf

Kochen unter Hochdruck mit dem Dampfkochtopf

Die gebräuchlichere Bezeichnung für einen Dampfkochtopf lautet Schnellkochtopf. Und diese Bezeichnung hat wirklich ihre Berechtigung, denn das Kochen unter Druck erfolgt wesentlich schneller, als andere Garmethoden. Das spart nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Energie.

Aber welche Technik liegt dieser Speisenzubereitung mit Turbo-Effekt zugrunde? Die Ursache dafür ist physikalisch bedingt. Durch den erhöhten Druck, der durch das im Topf befindliche Wasser und aufgrund des dichten Verschlusses eines Schnellkochtopfs erzeugt wird, können höhere Temperaturen erzielt werden, als bei anderen Garmethoden. Der Überdruck von durchschnittlich ein bar, der beim Kochen im Druckkochtopf erzeugt wird, erhöht die üblicherweise bei 100 Grad Celsius liegende Siedetemperatur auf ungefähr 120 Grad Celsius. Das allein reicht aus, um die Garzeit wesentlich zu verkürzen. Nun könnte man meinen, dass bei derart hohen Temperaturen das Gargut anbrennt oder zerstört wird. Das ist aber nicht der Fall, weil das Garen schonend im Dampfdruck erfolgt und nicht im direkten Kontakt mit der Kochfläche.

Wichtig ist, dass der Dampfkochtopf während des Garvorganges nicht geöffnet werden darf. Die früheren Modelle dieses Kochgeschirrs konnten noch geöffnet werden, was häufig zu starken Verunreinigungen führte, schlimmer aber noch, zu schweren Verbrühungen, weil das Gargut beim Öffnen unter Druck sofort aus dem Topf hochsteigt. Moderne Dampfkochtöpfe sind so konzipiert, dass ein Öffnen nicht möglich ist, so lange der Druck im Kochtopf besteht.

Der erste Dampfkochtopf wurde bereits 1679 erfunden, und zwar von dem französischen Arzt Denis Papin. Der Topf wurde nach ihm als Papinscher Topf benannt. Die bekannteste deutsche Herstellerfirma Silit entwickelte ihren ersten Schnellkochtopf 1927 unter dem Namen Sicomatic, der noch heute geläufig ist.

Die wichtigsten Merkmale eines Dampfkochtopfs sind das dickwandige Gefäß, der besondere Verschlussmechanismus zum luft- und wasserdichten Garen in Form eines Bajonettverschlusses und der stabile, mit einer Gummidichtung sowie einem Regel- und einem Sicherheitsventil versehene Deckel.

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