Brotschneidemaschine
Von der Guillotine zur Brotschneidemaschine
Mehr als hundert Jahre ist es her, seit die erste Brotschneidemaschine entwickelt wurde. Sie war eigentlich weniger eine Maschine, als eine Art langes, mechanisches Messer, war aber dennoch geeignet, mit geringem Kraftaufwand gleichmäßige Brotscheiben herzustellen. Das lange Messer war auf einer Holzplatte mit einem senkrechten Anschlag befestigt. Nachdem das Brot unter das Messer an den Anschlag gelegt wurde, konnte das Messer heruntergedrückt werden und es entstand eine gleichmäßige Brotscheibe.
Diese Technik wurde verfeinert mit der Entwicklung der ersten Brotschneidemaschine, die diesen Namen zu Recht trug. Sie bestand aus einem kreisförmigen Edelstahlmesser, das durch Drehen einer Kurbel rotierte, durch das Brot führte und es so in Scheiben zerteilte.
Erst in den 1960er Jahren kamen in Deutschland die ersten elektrischen Brotschneidemaschinen auf den Markt. Die manuelle Kurbel wurde durch einen Elektromotor ersetzt und das Brot musste nur noch per Knopfdruck durch das kreisförmige, rotierende und sehr scharfe Messer geführt werden. Diese Geräte hatten ein Metallgehäuse und waren zumeist relativ schwer und starr, während die manuellen Vorgänger bereits mit einem Klappmechanismus versehen waren, um sie platzsparend in der Küche unterbringen zu können. Im Laufe der Jahre wurde die Technik immer weiter ausgefeilt, so dass eine moderne Brotschneidemaschine sich dadurch auszeichnet, dass sie aufgrund eines Kunststoffgehäuses sehr leicht und im Betrieb sehr leise wurde. Elektronik sorgte für exakte und sehr dünne Schnitte, ohne das Brot dabei zu beschädigen. Die heutigen Maschinen werden wahlweise mit Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse angeboten und sind teilweise in moderne Einbauschränke integriert, so dass sie einfach durch Ausziehen einer Schublade herausgeklappt werden können.
Im gewerblichen Bereich sind vollautomatische Brotschneidemaschinen im Einsatz, die fast die ganze Arbeit allein erledigen. Das Brot muss lediglich noch in einer Halterung eingespannt werden und heraus kommt ein gleichmäßiges Schnittbrot, das auch mit sehr frischen Backwaren keine Probleme hat.
